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Smart Electric Drive
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Toyota Prius 3

Probefahrt Smart electric drive

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Ich brauche ein Auto um zur Arbeit zu fahren, da die BVG in Berlin unerträglich geworden ist. Vermutlich mit Absicht um den Verkauf der Autos anzukurbeln…
Meine spontanen Eckpunkte waren Umweltfreundlich und Zuverlässig, weil das Franzosen-Auto meiner Elten eine Katastrophe war und tatsächlich nach dem 3. Jahre immer nur Probleme gemacht hat. Daher kein Auto aus Frankreich und auch keines aus Südkorea denn der Hyundai hatte nach 8 Jahren einen Schaden am Automatikgetriebe; Reparatur nicht mehr wirtschaftlich. Daher auch nie wieder etwas aus Südkorea.
Die Auswahl fällt daher auf Toyota Prius, Toyota Yaris Hybrid, Nissan Leaf, Tesla S und Smart.
Prius ist mit 26.000€ nicht gerade günstig, der Yaris bei 18.000€ auch nicht. Tesla mit ca. 65.000€ viel zu teuer und auch zu groß. Der Leaf ist der Grund warum ich auf den Smart komme und weil ich im Smart-Newsletter Abonnent bin hab ich auch Werbung von einer Mercedes-Smart Autohaus Eröffnung in meiner Nähe erfahren wo der neue Smart vorgestellt wird.
Ja, der fängt bei 10.000€ an, ist klein und eine Werkstatt in meiner Nähe – passt also alles.
Im Autohaus hab ich mich dann doch von der Technik des electic drive faszinieren lassen und damit eine Probefahrt vereinbart.
Freitag Abend erhalten und Samstag Vormittag zurückgebracht, über Nacht in der Garage laden lassen.

Hier meine Erfahrung:

Smart 2007
Smart 2007

Er fährt sich wie ein normaler Smart mit dem ich schon mal 2007 gefahren bin, damals noch ohne MHD-Funktion. Ja, es kommt mir so vor als ist es ein ganz normales Auto, nur mit nachträglich eingesetztem Elektromotor. Mir kam das ganze sogar etwas billig vor, für 22.000€ hätte ich mehr erwartet. Im Gegensatz zum Leaf hört man deutlich mehr Fahrzeuggeräusche. Leiser als ein Verbrenner aber nicht Flüsterleise. Die Beschleunigung ist rasant, wie bei jedem E-Auto, doch mit einer kurzen Verzögerung.

Die Instrumente sind mehr was für das Kinderzimmer, ja die Zielgruppe ist unter 30 und ja, es ist kein Stern, es ist ein smar doch es stört mich ein wenig auch wenn er etwas besser rüber kommt als der Ursmart von 1997.
In der Mitte gibt es ein Navigationssystem das einem beim Start die nette Binsenweisheit auftischt „Warnung! Lassen Sie sich durch das System nicht vom Verkehrsgeschehen Ablenken“, alles klar und „Schnallen Sie sich immer an“ oder vielleicht „fahren Sie nicht zu schnell, wegen der Sicherheit“ – genug darüber lustig gemacht.
Das Display lässt sich gut ablesen, auch wenn ich die Lösung beim Prius 2 noch am aller Besten fand, nämlich ganz oben und mittig die Navikarte/das Display.
Oben die obligatorische Anzeige wie Sparsam man gerade fährt. Beim Leaf pflanzt man ein Bäumchen und beim Prius gibt es eine Energierückgewinnungsanimation.smart-electric-drive-2015-Instrumente
Was mich massiv bei allen Autos stört und beim Prius so gefällt: Die Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit. Das WICHTIGESTE überhaupt und alles hinter dem Lenkrad versteckt! Bitte mal auf das Bild klicken, denn so lese als 187cm großer Mensch das ganze ab. Nämlich zu 60% gar nicht. Ein massiver Minuspunkt denn ich hab dadurch fast einen Fußgänger am Zebrastreifen übersehen, weil mich der Tachometer „abgelenkt“ hat. Für andere kein Problem aber ICH bin ja nicht Andere.
Ein Handschuhfach, in das man auch mehr als Handschuhe packen kann, gibt es auch, allerdings nicht so riesengroß. Unschön ist auch der sehr große Regensensor. Muss das so sein? Mitten auf der Frontscheibe? Der Kofferraum reicht für einen kleinen Einkauf, sonst hat er aber nicht viel Platz.
Nett ist das E bzw. Stecker Symbol auf dem Seitenpaneel. Damit darf ich kostenlos in der Stadt parken. Auch nett ist die Länge von 2,7 Meter, 20 cm größer als die 1. Generation. Sehr Übersichtlich und Querparken ist, zumindest nicht verboten. Da Smart zu Mercedes gehört wird das wohl auch nicht verboten werden (ihr versteht mich schon, oder?).
Das ist auch ein fettes Plus, weil ich mich so noch in Lücken einquetschen kann, wo alle anderen nicht mehr reinpassen.

Smart bietet außerdem an das Fahrzeug nur zu leasen und nach 3 Jahren wieder zurück zu nehmen. Macht Sinn, denn im Moment entwickelt sich der Markt rasant. Leaf hatte 2011 noch 37.000 gekostet, 2014 ist der Preis auf 30.000 gefallen. So was gab es noch nie. Auch der Opel Ampera kostet nicht mehr 43.000€ sondern 38.000€. Der Akkumarkt wird Günstiger und die Reichweite steigt vermutlich. Kaufen und in 10 Jahren praktisch unverkäuflich.
Da ich damit zur Arbeit fahre, kann ich das auch von der Steuer absetzen.

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Mein Fazit:
Fährt sich gut, doch bei mir ist die Grenze, bei diesem Fahrzeug, 15.000€. Auf keinen Fall 22 Tausend. Für 5 weniger gibt es einen Yaris. Ein Argument wäre eine Photovoltaikanlage gewesen. Wenn schon vorhanden hätte ich mal ausgerechnet, ob sich das lohnt, so allerdings nicht. Für 8.000€ mehr gibt es den Leaf der auch gleich VIEL mehr zu bieten hat.
Hauptargument gegen den Wagen ist das ich nicht die Geschwindigkeit ablesen kann und der hohe Preis.
Ich werde auf jeden Fall eine Probefahrt mit dem Toyota iQ durchführen. Leider auch mit 17.000€ sündhaft teuer und 30cm länger und E-Auto aber das immer noch sparsam.